Pelletheizung: Ökonomisch sinnvoll durch nachwachsende Rohstoffe

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Für die grundlegende Planung einer Anlage ist es erst einmal egal, womit geheizt werden soll. Der Wärmebedarf eines Gebäudes wird ermittelt und danach erfolgt die Auslegung der Heizkörper und Leitungen. Wenn es zum Thema Wärmeverfügbarkeit kommt, sind die größten Unterschiede zu bemerken. Zuerst muss geklärt werden, ob sich der Pelletvorrat innerhalb des Gebäudes oder außerhalb in einem Tank befinden soll. Ein solcher Raum, oder Außentank, muss gut belüftet, frostsicher und zudem vor Feuchtigkeit geschützt sein. Wenn es sich beispielsweise um ein älteres Gebäude handelt, ist oftmals die Luftfeuchtigkeit zu hoch für eine Innenlagerung. Da die Pellets aus Restholz und Sägemehl gepresst werden, ziehen sie relativ leicht Feuchtigkeit an, quellen auf und sind damit unbrauchbar. Es gibt mehrere Lagermöglichkeiten für Pellets: Außensilos, Sacksilos oder beispielsweise Pelletbunker. Auch muss die Zugänglichkeit für den Liefertransporter gewährleistet sein. Normalerweise hat dieser einen 30 Meter langen Zulieferschlauch, also sollte die Entfernung zwischen Straße und Tank nicht länger sein. Des Weiteren ist zu bedenken, dass der Zulieferschlauch möglichst in gerader Linie verlegt werden soll, damit es zu keiner Rohrverstopfung kommt. Biegungen um mehr als 45° sind zu vermeiden.

Die Entfernung vom Tank oder Silo zur Heizung ist ebenfalls so kurz wie möglich zu halten. Hier wäre ein Heizungsraum an der Außenwand des Gebäudes zu bevorzugen. Dies ist auch der erforderlichen Belüftung zuträglich, die über ein genügend großes Rohr erfolgen sollte. Während des Betankens wird ein Gebläse benötigt, dieses muss über eine Sicherung mit Notausschalter angeschlossen und leicht zugänglich sein. Werden die Pellets über ein Saugzugsystem zur Heizung befördert, darf die Entfernung nicht mehr als 20 Meter betragen. Wird aber eine Förderschnecke zur Heizungsbefüllung verwendet, müssen Lager und Heizung direkt nebeneinanderliegen.

Wie groß ein solches Vorratslager für die Pellets sein muss, richtet sich nach dem zu erwartenden Jahresenergiebedarf des Gebäudes. Besondere Genehmigungen sind dafür nicht zu beantragen, es sei denn, die Lagermenge wird ständig mehr als 15 Tonnen betragen. Es sind auch keine zusätzlichen Brandschutzmaßnahmen erforderlich. Pelletheizungen finden in Skandinavien schon seit mehreren Jahrzehnten regen Zuspruch bei dem Verbraucher, in Deutschland hat sich erst in den letzten Jahren eine deutliche Steigerung bemerkbar gemacht. Durch die Restholzverwertung ist keine Gefahr des zusätzlichen Raubbaus der Wälder gegeben, Pellets sind im Vergleich zu Öl und Gas günstig im Verbrauch und auch die Abfallmenge, die Asche, ist relativ gering. Diese Heizungen aus nachwachsenden, heimischen Rohstoffen sind auch sehr gut mit anderen, ökologisch sinnvollen Heizsystemen zu kombinieren.

Foto © Sergej Toporkov – Fotolia.com

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